HSV DAMEN SIEGEN IN NÜRTINGEN

In einem spannenden Spiel setzte sich der HSV Solingen-Gräfrath bei der TG Nürtingen knapp mit 25:24 (14:14) vor 256 Zuschauern durch und klettert durch die Niederlage der Berliner Füchse in Harrislee auf den vierten Tabellenplatz. Erfolgreichste Werferin für den HSV war Mandy Reinarz (6/1).

„Ich will diese 2 Punkte!“ – beendete Solingens Trainerin Kerstin Reckenthäler die Kabinenansprache vor dem Spiel. Brav gehorchten ihre Spielerinnen, machten es aber spannend. Nach ausgeglichener erster Viertelstunde war es Linksaußen Lucy Jörgens, die die Gäste erstmals in Führung brachte (7:8). Jule Polsz per Gegenstoß und Torjägerin Vanessa Brandt legten nach zur ersten Drei-Tore-Führung (7:10, 17.).Pia Adams gelang ein Doppelschlag auf das verwaiste Nürtinger Tor (9:12, 20.). Es blieb ein offenes Spiel, bei dem sich nicht nur die beiden fairen Teams alles abverlangten. Die Schiedsrichterinnen sorgten mit kuriosen Pfiffen für Unverständnis bei vielen. Kerstin Foth behielt die Nerven und sorgte per Strafwurf für den 14:14-Halbzeitstand.

Den besseren Start in den zweiten Abschnitt hatte Nürtingen, das sich durch einen erneuten Foth-Treffer etwas absetzte (19:15, 37.).

Doch die Gäste zeigten sich kämpferisch, ließen sich auch durch einen verworfenen Siebenmeter von Pia Adams nicht beirren und agierten in der Deckung aufmerksam gegen das 7:6-Überzahlspiel. Sena Gün, die in der zweite Halbzeit das Solinger Tor hütete, kam immer besser in die Partie. Lara Karathanassis sorgte für den Ausgleich (19:19, 44.). Kreisläuferin Carina Senel und Käpitänin Mandy Reinarz sorgten für die erste Gäste-Führung in Halbzeit zwei (20:21, 46.).

Zu Beginn der Crunch-Time vergab Kerstin Foth mit ihrem zweiten verworfenen Strafwurf den möglichen Ausgleich. Der gelang stattdessen ihrer Mitspielerin Hannah Hönig (24:24, 55.). Es blieb weiterhin spannend. Die selbst gefoulte Lara Karathanssis setzte den fälligen Strafwurf an den Pfosten (57.). Den Gegenangriff unterband die aufmerksame Solinger Abwehr und eroberte sich den Ball. Torjägerin Vanessa Brandt nutzte die Lücke auf der rechten Abwehrseite und konnte nur unfair gebremst werden. Nervenstark verwandelte Mandy Reinarz den Strafwurf zum 24:25-Endstand.

„Es war das erwartet schwere Auswärtsspiel. Wir haben einen weiteren Schritt nach Vorn gemacht und in Summe verdient gewonnen“, berichtete Trainerin Kerstin Reckenthäler erleichtert und stieg zufrieden in den Mannschaftsbus. Die ohnehin schon gute Stimmung auf der 430 Kilometer weiten Rückfahrt ins Bergische Land wurde noch einmal getoppt als kurz vor Mitternacht die Nachricht kam, dass HSV-Allrounderin Cassy Nanfack Mutter eines gesunden Sohnes geworden ist.

HSV: Natascha Krückemeier, Katja Grewe, Sena Gün; Carina Senel (1), Melina Fabisch, Nele Weyh, Pia Adams (3), Lara Karathanassis (4/2), Lina Seiffarth, Mandy Reinarz (6/1), Jule Polsz (2), Hannah Kamp (2), Merit Müller (1), Zissi Penz (1), Lucy Jörgens (2), Vanessa Brandt (3).

Die Tabelle findet ihr HIER

Das nächste Heimspiel findet am 5.11.2022 u, 18.15 Uhr in der Solinger Klingenhalle statt:
HSV Solingen-Gräfrath – TuS Lintfort

Corinna Tiessen-Lau

ehrenamtliche Mitarbeiterin in der Geschäftsstelle